Schon wieder Sommerzeit-Umstellung!

Geschrieben von Yvette Estermann am 18.3.2012 @ 19:44:00 mit 304 Worten

Am Sonntag, den 25. März, müssen wir wieder eine Stunde früher aufstehen und bringen deshalb unsere innere Uhr wegen der Sommerzeit-Regelung aus dem Rhythmus. Da diese Zeitumstellung vor allem Kinder und Jugendliche betrifft, welche darunter leiden, reichte ich an der Frühjahrsession in Bern eine Interpellation mit folgendem Text ein:

Regelmässig zur „Sommerzeit-Umstellung“ erhalte ich eine grosse Anzahl Briefe, E-Mails und Telefonate von besorgten Eltern, Lehrern und Therapeuten. Diese Reaktionen zeigen mir zusätzlich auf, dass es sich bei der „Sommerzeit-Umstellung“ im Frühjahr für viele um ein echtes Problem handelt,- vor allem aber für junge Menschen.

„Die meisten Jugendlichen sind sowieso ‚Nachteulen’ und haben bereits ohne Zeitumstellung Probleme, morgens in der Schule fit und leistungsfähig zu sein“, sagt Prof. Dr. Ch. Randler, von der Pädagogischen Hochschule Heidelberg. Seine Studie mit 500 Jugendlichen belegt, dass die jungen Menschen zwei bis drei Wochen brauchen, um sich auf die neue Situation der Zeitumstellung im Frühjahr anzupassen. Die Müdigkeit nimmt zu, die Leistungsfähigkeit wird eingeschränkt und die Noten können sich deshalb bei den Betroffenen sogar verschlechtern. Die Studie wurde auch in der renommierten Fachzeitschrift „Sleep Medicine“ publiziert.

Ich stelle Ihnen deshalb - auch für andere interessierte Erziehungsberechtigte, Lehrer und Betreuer - die Fragen:

  • Ist Ihnen dieses Problem, besonders bei Jugendlichen, bekannt?
  • Was wären Ihre Lösungsansätze für dieses Problem?
  • Eine der vielen Möglichkeiten wäre, dass im Frühjahr, bei der „Sommerzeit-Umstellung“, der Schulanfang um eine Stunde nach vorn verschoben wird. Was ist Ihre Meinung dazu?
  • Die Umstellung auf Sommerzeit im Frühjahr betrifft jedes Jahr Millionen von Menschen. Dennoch sei die Öffentlichkeit über deren gesundheitliche Auswirkungen kaum informiert worden, melden die Forscher. Was sagen Sie dazu?

Gerne hoffe ich, dass Sie die Brisanz dieses Problems erkennen. Mit einer Lösung würden Sie diejenigen Reihen der aufgeklärten Menschen bereichern, welche die neuesten wissenschaftlichen Ergebnisse und Beweise nicht nur zur Kenntnis nehmen, sondern sie im Interesse unserer Jugend auch berücksichtigen.

2 Kommentare

Kommentar von: Gabriela Oppliger [Besucher]
Gabriela Oppliger

Sehr geehrte Frau Estermann

Ich würde es sehr begrüssen, wenn die Sommerzeit abgeschafft wird. Mit dieser Meinung bin ich nicht alleine, das betrifft nicht nur junge Leute. Der grosse Vorteil wäre, dass es am Abend wieder zur “normalen” Zeit dunkel wird, dadurch würde wieder früher Ruhe einkehren. Die Kinder würden nicht bis fast 23:00 Uhr draussen spielen und lärmen.

Eine Pedition würde ich sofort unterschreiben.

Freundliche Grüsse aus Winterthur

22.03.12 @ 21:02
Kommentar von: Beat Gander [Besucher]
Beat Gander

Ich bin für 1 Zeit, die “Normale” und nicht das Hick Hack hin und her.Im Frühjahr brauche ich Minimum 1 Monat, doch im Herbst 2 Tage zur Reglage.
Besten Dank aus Aarburg

12.09.12 @ 00:30


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