Paradigmenwechsel in der Asylpolitik!

Geschrieben von Yvette Estermann am 15.5.2015 @ 18:39:00 mit 355 Worten

Während der Sondersession in Bern, reichte ich folgende Interpellation ein:

Wie oft vor einer Session erreichen mich viele Fragen und Bemerkungen aus der Bevölkerung. Seit einiger Zeit wiederholt sich immer wieder ein Thema:

Die schweizerische Asylpolitik.

Niemand ist zufrieden: Die Kosten steigen, die Gesuche nehmen tendenziell zu, die Wartefristen sind lang, die Verfahren kompliziert, die Kriminalität der Asylanten hoch. Zudem gibt es immer mehr Schlepperbanden und Unfälle auf der Flucht der Asylsuchenden auf den Weltmeeren und die Akzeptanz von Flüchtlingen aus fremden Kulturen ist gering.

Bezogen auf die Fläche und die Einwohnerzahl belegt die Schweiz weltweit einen Spitzenplatz bezüglich Aufnehme von Flüchtlingen. Sie kann aber bei besten Willen nicht die „ganze Welt“ bei sich aufnehmen. Die Attraktivität unseres Landes als Asylland muss radikal gesenkt werden! Damit senkt man die Anzahl der Toten und die Bevölkerung kann endlich aufatmen.

Das Problem kann nicht mit kosmetischen Korrekturen gelöst werden, sondern es braucht eine radikale Reform der ganzen Asylpolitik, einen eigentlichen Paradigmenwechsel! Was ist zu tun?

  1. Hat sich der Bundesrat überlegt, wie es wäre, dass jeder Kontinent bzw. jeder Kulturkreis seine Asylprobleme grundsätzlich selber löst. Die Afrikaner bleiben in Afrika, die Asiaten in Asien, die Lateinamerikaner in Lateinamerika. Dafür unterstützen die „reichen“ Länder die Asylanten in armen Ländern noch viel grosszügiger als bis jetzt nur vor Ort. In der Schweiz wären dann keine Wirtschaftsflüchtlinge mehr aufzunehmen. Eine Aufnahme in der Schweiz wäre eher eine Ausnahme.
  2. Denkt nicht der Bundesrat, dass es vom Vorteil wäre, wenn die Flüchtlinge nicht mehr aus ihrem Kulturkreis herausgerissen werden? Damit würde auch den Schlepperbanden und dem Menschenhandel weitgehen das Handwerkt gelegt. Die tragischen Unglücksfälle mit häufig vielen Toten würden ausbleiben.
  3. Wenn die Schweiz gleichviel Geld wie bisher für den Asylbereich ausgäbe, würde nicht die Hilfe effektiv vervielfacht, weil für einen Franken vor Ort viel mehr gemacht werden könnte als jetzt in der teuren Schweiz?
  4. Wie wäre es, wenn die Schweiz mit den Ländern, die Flüchtlinge aus benachbarten Ländern aufnehmen, entsprechende Abkommen schliessen würde und diese grossügiger als bis jetzt unterstützen würde?
  5. Wären nicht einige grosse Länder, welche über mehrere Klima-Zonen verfügen, auch sehr gut geeignet, neben den benachbarten Ländern Asylbewerber und Flüchtlinge aufzunehmen?

 

1 Kommentar

Kommentar von: Ruth Sirintürk-Frey [Besucher]  
Ruth Sirintürk-Frey

Ja,gratuliere!! Sie haben eine so einleuchtende Lösung parat. Hoffentlich ist das Parlament mehrstimmig der selben Meinung und die Idee kommt bald zur Abstimmung. Ich lebe seit 30 Jahren als Auslandschweizerin in der Türkei und habe bis heute mit meiner “Auslandstaemmigkeit” zum Glück nie einmal eine schlechte Erfahrung gemacht. Sollte es sich in der Zukunft schlechter entwickeln, dann würde ich es mir trotzdem vorher 10mal überlegen, ob ich in eine total überfremdete Schweiz zurückkehren möchte…. (sind es heute tatsaechlich bereits von 4 oder gar 3 Einwohnern ist einer ein Auslaender - ohne CH-Pass??)Ich habe sicher nichts gegen Auslaender, bin ja selber einer, aber jedes Land solle auf seine geographischen/wirtschaftlichen Masse zugeschneidert eine Auslaenderpolitik betreiben. Auch das Mitleid hat seine Grenzen - und die sollen sich von nun an auf die schweizstaemmigen und INTEGRIERTEN ex-Gastarbeiter und ex-Flüchtlinge konzentrieren, die alle sicher den Vorrang haben…
Ich wünsche Ihnen viel Erfolg und Ausdauer beim Durchziehen dieser Idee und Projekt. Wenn es zu einer Volksabstimmung kommt, und das hoffe ich, bin ich sicher, dass die Mehrheit wie Sie und ich denkt und an einer solchen Volksabstimmung BESTIMMT teilnmmt. Alles Gute.

16.05.15 @ 10:55


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